Vitamin D3

1.Genregulierend

In der Theorie ist es schon lange bekannt, dass wir über die Sonne und deren UVB-Strahlung, welche auf die Haut trifft Cholecalciferol produzieren, welches wiederum in Calcidiol und dann in Calcitriol umgewandelt wird. Calcitriol ist die hormonelle Form vom Vitamin D3 und reguliert über die Stimulierung der VDR(Vitamin D Rezeptoren) ungefähr ein-zehntel des menschlichen Genoms.

Endlich konnte in den letzten Jahren die Gen-regulierende Funktion der aktiven Hormon-form von Vitamin D3 in der Praxis durch medizinische Studien bewiesen werden.

Ziel einer jungen Studie war es zu schauen, wie viele Gene denn tatsächlich bei kleinen und größeren Dosen an oral zugeführtem Vitamin D3 reguliert werden. Die Studie ging über 4 Wochen, zusammenfassend wurde gezeigt, dass bei einer Dosis von 10.000 I.E. ungefähr 1.300 Gene reguliert wurden. Bei einer Dosis von 600 I.E. wurden nur 200 Gene reguliert, was bei weitem nicht genügt um in einem gesunden Bereich zu landen.

(Als Referenz : Im Sommer zwischen 12 und 15 Uhr kann oberkörperfrei und ohne Sonnencreme eine Menge von 25.000 Einheiten Vitamin D3 pro Stunde über die Haut produziert werden. Es ist noch immer fragwürdig warum die DGE an ihrer kleinen Dosis von durchschnittlich 1000I.E. pro Tag festhält)

Hier konnte klar bewiesen werden, dass eine höhere orale Zufuhr an Vitamin D3 in einer höheren Anzahl an regulierten Genen resultierte.

Die Regulierung der Gene spielt eine entscheidende Rolle in der Abwehr von chronischen Krankheiten. Desto mehr Gene richtig stimuliert und gehemmt werden, desto geringer ist das Risiko an Krankheiten wie Diabetes, Alzheimer, Herzerkrankungen, Adipositas und vielen Autoimmunkrankheiten zu erkranken.

2.Immunstimulierend

Da wir von unzähligen Viren und Bakterien umgeben sind, welche auf ein schwaches Immunsystem warten, um dieses zu überwältigen, ist es wichtig zu wissen wie man diese Infektionen abwehren kann.

Vitamin D3 steuert das Immunsystem indem es:

  • B-Lymphozyten moduliert, welche Antikörper produzieren
  • T-Lymphoyten(Killerzellen des Immunsystems) aktiviert
    • T-Cytotoxen werden aktiviert
    • T-Helfer werden moduliert
    • T-Regulatoren werden gefördert
  • Cathelicidin und Defensin produziert, welche Pathogene abtöten
  • Macrophagen aktiviert, welche Pathogene, beschädigte Zellen und Krebszellen fressen
  • Antigene erkennt und besser tolerieren kann (Autoimmunprozesse werden gehemmt)
  • Autophagozytose aktiviert, welche den Zellabfall und freie Radikale durch Spaltungsenzyme ‚verdauen‘ um diese als Energie und/oder Proteine wieder zu verwerten

3.Moduliert Darmflora

Über zwei-drittel des menschlichen Immunsystems befindet sich im Darm. Das Mikrobiom(die Darmflora) spielt mit Abstand die wichtigste Rolle.

Durch die Regulierung von B -und T-Zellen, können diese die Vielfalt der Eindringlinge, Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten in Schach halten, damit es unter anderem nicht zu unkontrollierten Übernahmen einzelner Bakterienstämmen kommt. 

Durch mehrere Studien wurde bereits bestätigt, dass das Mikrobiom chronisch-kranker Menschen und Tieren nicht mehr im Gleichgewicht liegt.

An kranken Mäusen konnte zudem gezeigt werden, dass die beschädigte Darmflora ein entscheidender Schlüssel in der Entstehung von Multiple Sklerose(MS; Autoimmun) ist.

In Ländern in denen über das ganze Jahr ausreichend Sonne scheint sind die Zahlen der MS -und Autoimmun-Erkrankten deutlich niedriger als in Mitteleuropa.

Da der Mensch heutzutage nicht mehr ausreichend lange in der Sonne ist, nehmen wir genügend Vitamin D3 um somit das Fehlen der Sonneneinstrahlung auszugleichen.

4.Anti-karzinogen

Krebszellen mögen keine Sonne. Ein durch Vitamin D3 gestärktes Immunsystem hat es deutlich einfacher Krebszellen zu erkennen und abzutöten.

Dazu kommt, dass durch die Regulierung der Gene und der Zellteilung es zu weniger mutierenden Zellen(Krebszellen) kommt, da Vitamin D ein Kontrollpunkt des Zellwachstums und der Zellteilung ist.

Studien belegen auch diese Wirkung von Vitamin D, indem es das Risiko an vielen Krebsarten zu erkranken extrem einschränkt.

5.Muskel- und Knochengesundheit

Vitamin D3 erhöht, durch die Modulation der Darmschleimhaut, die Aufnahme verschiedener Nährstoffe und erhöht die Kalzium- und Phosphat-Einlagerung in Muskeln und Knochen.

Eine Hauptfunktion der Verstoffwechselung von Vitamin D(hier Calcidiol), ist die Kalziumhomöostase, wodurch die Knochenbildung unterstützt und reguliert wird.

Zudem erhöht es die Muskelproteinbiosynthese, Testosteron, Fettverbrennung und Regenerationseigenschaften der Muskeln, Knochen und allen Organen.

Schlussfolgerung / Einnahme

 

  • Wir empfehlen ein flüssiges Vitamin D3 Präparat, welches ein Minimum von 1000 Einheiten pro Tropfen und zugesetztes Öl für die Absorption enthält
  • Vitamin D3 soll immer während oder nach einer fettigen Mahlzeit eingenommen werden, um die Absorption des fettlöslichen Vitamins zu steigern
  • Ein Wert von 40ng/ml im Blut ist die absolut unterste Grenze, die wir niemals unterschreiten würden, dies entspricht im Durchschnitt ungefähr 4000IE pro Tag(dies ist keine Empfehlung, nur unsere Meinung)
  • Unser Ernährungsberater nimmt täglich ein Minimum von 10.000IE und achtet auf eine genügende Zufuhr von Magnesium und Vitamin K2, da Magnesium die Aufnahme von Vitamin D3 erhöht und K2 das überschüssige Kalzium aus der Blutbahn transportiert

Quellen:

www.gainzandhealth.com/researchgate

https://vitamindwiki.com/Proof+that+Vitamin+D+Works
[Grant 2002; Holick 2003a, 2003c; Johnson 2007; Vasquez et al. 2004]

Expert Rev. Neurother. 11(9), 1221–1224 (2011)²
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1586/ern.11.97²
© Copyright 2008 Pain Treatment Topics
Author: Stewart B. Leavitt, MA, PhD
Medical Reviewers Bruce Hollis, PhD; Michael F. Holick, MD, PhD;
Seth I. Kaufman, MD; Lee A. Kral, PharmD, BCPS;
Paul W. Lofholm, PharmD, FACA; N. Lee Smith MD;
James D. Toombs, MD; Winnie Dawson, RN, BSN, MA
Publication Date: June 2008, at http://Pain-Topics.org/VitaminD © Copyright 2008 Pain Treatment Topics