Mangelminerale

Die häufigsten Mangelminerale

  1. Mangelminerale
    • Magnesium
    • Zink
    • Selen
    • Jod
  2. Quellen

Mangelminerale

Minerale sind genau wie Vitamine wichtige Steuerungssubstanzen und Bausteine.

Sie sind jedoch hitzebeständiger als Vitamine, da sie eine feste Molekularstruktur besitzen.

Zu den essenziellen Mineralien gehören

    • Elektrolyte
      • Kalium
      • Magnesium (häufiges Mangelmineral)
      • Kalzium
      • Natrium
      • Chlorid
      • Bicarbonat
      • Phosphor
    • Spurenelemente
      • Eisen (sehr häufiges Mangelmineral)
      • Zink (sehr häufiges Mangelmineral)
      • Selen (sehr häufiges Mangelmineral)
      • Jod (sehr häufiges Mangelmineral)
      • Kupfer
      • Chrom
      • Molybdän
      • Mangan
      • Fluorid
      • Cobalt

Magnesium - Elektrolyt

Etwa zweidrittel der Bevölkerung haben einen Magnesiummangel.

Magnesium ist an mehr als 600 enzymatischen Prozessen beteiligt, welche verschiedene biochemische Reaktionen im Körper regulieren, einschließlich Proteinsynthese, Muskel- und Nervenfunktion, Blutzuckerkontrolle und Blutdruckregulation.(18)

Magnesium wird für die Energieerzeugung, oxidative Phosphorylierung und Glykolyse benötigt.(19)

Es trägt zur strukturellen Entwicklung des Knochens bei und wird für die Synthese von DNA, RNA und dem Antioxidans Glutathion benötigt.

Magnesium ist wichtig beim aktiven Transport von Kalzium- und Kaliumionen durch Zellmembranen, ein Prozess, der für die Nervenimpulsleitung, Muskelkontraktion und den normalen Herzrhythmus wichtig ist.

Wenn Kalzium in die Herzmuskelzellen eindringt, regt es die Muskelfasern an, sich zusammenzuziehen. Magnesium wirkt diesem Effekt entgegen und hilft diesen Zellen, sich zu entspannen.(20)

Menschen, die sich reich an verarbeiteten, raffinierten Fleisch- und Milchprodukten ernähren entwickeln eher einen Magnesiummangel.

Funktion Magnesium

  • an über 600 enzymatischen Reaktionen beteiligt, einschließlich Energiestoffwechsel und Proteinsynthese
  • Optimierte Gehirnfunktion und Gedächtnis und verlangsamte die Alterung des Gehirns
  • essenziel für die normale Energieerzeugung, da es an der Natrium-Kalium-Pumpe beteiligt ist
  • essenziel für normale Organfunktion
  • essenziel zur Entspannung von Geweben
  • gute Durchblutung und normale Funktion des Nervensystems
  • Knochengesundheit
  • Zellteilung
  • senkt Blutdruck (21)
  • erhöht Insulinsensibilität bei Diabetes Typ 2 (22)

Magnesium-Quellen

  • Kürbiskerne, Spinat, Leinsamen
  • Kreuzblütler-Gemüse wie Brokkoli
  • Grünes Blattgemüse
  • Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte
  • Nüsse, Samen
 

Zink (Zinksulfat) - Spurenelement

Zink ist an mehr als 300 Enzymvorgängen beteiligt und ist ein essentieller Baustein damit das Immunsystem Viren und andere Pathogene abwehren kann. Die Eigenschaften sind:

  • Erhaltung normaler Knochen, Haare, Haut und Sehkraft
  • Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut
  • normalen Funktion des Immunsystems
  • einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel und Kohlenhydrat-Stoffwechsel
  • einer normalen kognitiven Funktion, einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen, Fettsäurestoffwechsel, Vitamin-A-Stoffwechsel und einer normalen Eiweißsynthese, DNA-Synthese, Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion
  • Schutz der Zellen vor oxidativem Stress
  • Zellteilung

Selen (Natriumselenit) - Spurenelement

Selen ist in Europa ein kritischer Mangelnährstoff, weil unsere Böden nur geringe Mengen davon beinhalten. Selen ist neben Zink ein essentieller Baustein des Körpers und Immunsystems. Die Eigenschaften von Selen sind:

  • eine normale Funktion des Immunsystems
  • eine normale Schilddrüsenfunktion
  • Erhaltung normaler Haare
  • Erhaltung normaler Nägel
  • Schutz der Zellen vor oxidativem Stress
  • eine normale Spermabildung

Jod - Spurenelement

Der Körper braucht Jod, um Schilddrüsenhormone (T3 und T4) herzustellen. Diese steuern den Stoffwechsel des Körpers und andere wichtige Funktionen. Dadurch wird, unter anderem, eine ordnungsgemäße Knochen- und Gehirnentwicklung während der Schwangerschaft und im Säuglingsalter sichergestellt. 

Es ist wichtig, dass Säuglinge und Frauen, die schwanger sind, genügend Jod zu sich nehmen. Schwangere Frauen benötigen etwa 50% mehr Jod, um ihrem Baby eine genügende Jodzufuhr zu ermöglichen.

Die empfohlene tägliche Jodaufnahme beträgt für die meisten Erwachsenen 150 µg pro Tag. Für schwangere oder stillende Frauen sind die Anforderungen höher (23).

Tatsächlich ist ein Drittel der Bevölkerung einem Mangelrisiko ausgesetzt, insbesondere diejenigen, die in Gebieten leben, in denen nur wenig Jod im Boden vorhanden ist, einschließlich europäischer Länder (24).

Jodmangel kann zu einer Schwellung der Schilddrüse, bekannt als Kropf, und einer Schilddrüsenunterfunktion führen, die zu Müdigkeit, Muskelschwäche und Gewichtszunahme führen kann (25).

Funktion von Jod

  • essenziel für Produktion der Schilddrüsenhormone
  • Stoffwechselregulierung
  • wird mit Selen, als eine Therapieform in der Schilddrüsenkrebsbekämpfung eingesetzt
  • beteiligt an der Nervensystembildung und Kognitiven Funktion
  • Jod ist stark antibakteriell und antimikrobiell

Jod-Quellen

  • Fisch, Algen
  • Eier, Milch
  • verschiedene Hülsenfrüchte
 

Quellen:

  1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25540137/
  2. https://www.nap.edu/read/5776/chapter/3
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/6375330/
  4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27402922/
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8582534/
  6. https://www.nal.usda.gov/sites/default/files/fnic_uploads/RDA_AI_vitamins_elements.pdf
  7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19460960/
  8. https://academic.oup.com/bmb/article/99/1/39/298307